Einige von euch kennen vielleicht das historische Dominion-Observatorium im Herzen von Ottawa, Kanada. Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1905 zurück, als es zum Nationalobservatorium Kanadas wurde und als Zentrum des Landes für Positionsastronomie, Zeitmessung und Geophysik diente.
Dort befand sich das größte Linsenfernrohr Kanadas. Außerdem war das Observatorium über Jahrzehnte hinweg die offizielle Quelle für die kanadische Normalzeit.
Anfang der 1970er-Jahre wurden die Zuständigkeiten für Astronomie und Zeitmessung an den Nationalen Forschungsrat Kanadas (National Research Council) übertragen. Das 15-Zoll-Linsenfernrohr (Brashear / W&S) wurde daraufhin in eine provisorische Sternwarte am Kanadischen Museum für Wissenschaft und Technik gebracht.
Als 2016 die Renovierungsarbeiten am Museum begannen, wurde die provisorische Unterbringung des Teleskops abgebaut und das Fernrohr eingelagert. Seit nunmehr zehn Jahren befindet es sich dort, außerhalb des Blickfelds der meisten Museumsbesucher.
Das unter Bundesschutz stehende historische Gebäude des Dominion-Observatoriums, dessen Architektur an das Königliche Observatorium in Greenwich angelehnt ist, wurde inzwischen von den meisten anderen Regierungsbehörden weitgehend verlassen. Es steht ungenutzt da. Das Teleskop verstaubt. Und seitens der Politik gibt es keinerlei Bestrebungen, diesen Zustand zu ändern.
Die Geschichte hat uns gelehrt, dass ein ungenutztes Observatorium – unabhängig davon, ob es unter Denkmalschutz steht oder nicht – entweder abgerissen wird, was den schlimmsten Fall darstellt, oder bestenfalls nur noch eine Hülle dessen bleibt, was es hätte sein können.
Und solange die Politik die Wiederbelebung des historischen Teleskops im denkmalgeschützten Observatoriumsgebäude nicht unterstützt, wird sich kaum etwas ändern.
Kanada und die Welt könnten dadurch einen bedeutenden Teil ihrer astronomischen Geschichte verlieren. Und Kindern jeden Alters würde die Möglichkeit genommen, das Teleskop selbst aus nächster Nähe zu bestaunen und die Wunder des Sternenhimmels mitten im Zentrum von Ottawa zu entdecken.
Bitte unterstützt mich dabei, eine Petition zur Wiederbelebung des Dominion-Observatoriums in seiner einstigen Blütezeit zu unterzeichnen.
Wir müssen die Politiker zum Handeln bewegen. Besucher sollen wieder die Möglichkeit erhalten, den Sternenhimmel unmittelbar durch das Teleskop zu beobachten – so, wie es bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts möglich war.
Und wir wollen unzählige junge Menschen dazu inspirieren, das wissenschaftliche Erbe ihres Landes zu schätzen und die Pracht des nächtlichen Sternenhimmels zu entdecken, der in unseren lichtverschmutzten Städten allzu oft aus dem Blick gerät.
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Originaltext:
Some of you might be aware of the historic Dominion Observatory in the heart of Ottawa, Canada. Its history dates from 1905, when it became Canada’s National Observatory and served as Canada’s centre for positional astronomy, timekeeping, and geophysics. It housed Canada’s largest refracting telescope and acted as the official source of Canadian standard time for decades. In the early 1970s, astronomy and timekeeping mandates were transferred to the National Research Council and the 15-inch refractor (Brashear / W&S) was moved to a temporary observatory at the Canadian Museum of Science and Technology. Then, with museum renovations commencing in 2016, the temporary home of the telescope was dismantled and the telescope placed in storage. It has remained there, out of sight of most museum visitors, for the last 10 years. The Federal Heritage Dominion Observatory Building, modelled after the Royal Greenwich Observatory, has now been largely vacated by other government departments. It sits unused. The telescope is gathering dust. And there is no move by politicians to change the status quo. History has taught us that an unused observatory, heritage or not, will either be demolished, at worst, or continue to be a shell of what could have been, at best. And, without the support of politicians to resurrect the historic telescope in the heritage observatory building, little will change. Canada and the world would potentially lose an important part of its astronomical history and children of all ages will have lost the ability to marvel at the telescope itself and the wonders of the heavens in central Ottawa.
Please join me in signing a petition to resurrect Dominion Observatory as it was in its heyday. Spur the politicians to action. Permit visitors to experience the hands-on viewing of the heavens as it was done in the early 20th century. And inspire countless young people to appreciate their scientific heritage and the glory of the night skies, often lost in light polluted urban landscapes.